Hinweise zur Aufzucht

Becken und Einrichtung

 

Alle im Becken befindlichen Gegenstände (Filter, Heizung, Sonneninsel) sind so anzubringen, dass die Schildkröten sich nicht einklemmen und dadurch ertrinken können!

 

Zur Aufzucht eignen sich anfangs auch kleinere Aquarien ab einer Größe von 60 x 30 x 30 cm da hier die notwendigen Temperaturen leichter erreicht werden können. Später ist ein größeres Aquarium aber unverzichtbar!

 

Der Wasserstand sollte bei Chrysemys picta dorsalis so ca. 20 cm betragen. Selbst die Kleinsten sind schon gute Schwimmer und kommen mit diesem Wasserstand problemlos zurecht. Als Bodengrund hat sich, wie auch für die ausgewachsene Schildkröten, feiner Sand bewährt. Ich verwende den (vorher von mir gründlich gespülten) Spielsand aus dem Baumarkt.

 

Das Becken sollte mit möglichst vielen Wasser- und Schwimmpflanzen bepflanzt sein. Die Pflanzen dienen als Versteck und Ruheplatz und geben ihnen das Gefühl von Sicherheit.

 

Als Sonnenplatz eignet sich eine schräg zwischen die Scheiben eingeklemmte Zierkorkrinde aus dem Zoofachmarkt. Diese ist leicht zu erklimmen und wird über dem Wasserspiegel als Sonnenplatz, und darunter zum ausruhen oder als Schlafplatz von den Schildkröten angenommen.

 

Junge Schildkröten sind besonders anfällig für Erkältungen. Deshalb sollte das Becken zur Vermeidung von Zugluft abgedeckt sein. Natürlich bleibt der Bereich unter der Wärmelampe offen. Durch die Wärmelampe und die Abdeckung des Beckens wird gleichzeitig erreicht, dass die Luft wärmer ist als das Wasser. Das wiederum ist sehr wichtig zur Vorbeugung einer Erkältung oder Lungenentzündung.

Technik

 

Grundsätzlich sollte das Aufzuchtbecken die gleiche Technik erhalten wie die Becken der ausgewachsenen Schildkröten.

 

Unerlässlich für die Haltung von Schildkröten ist eine Wärme- und UV-Lampe. Diese sollte so über dem Sonnplatz angebracht werden, dass im Lichtkegel eine Temperatur von 35 bis 40°Celsius erreicht wird. Erst bei diesen Temperaturen sind die wichtigen Stoffwechselvorgänge möglich.

 

Als Filter eignen sich kleine Schaumstoff-Innenfilter. Diese sollten allerdings keine zu große Strömung erzeugen.

 

Eine Heizung ist nicht nötig wenn das Becken in einem Zimmer im Wohnbereich aufgestellt ist.

 

Futter

 

Wichtig für ein gesundes Wachstum der kleinen Schildkröte ist eine abwechslungsreiche Ernährung.

 

Als erstes Futter nach dem Schlupf biete ich lebende rote und weiße Mückenlarven und Wasserflöhe an. Dieses Futter sollte den Tieren auch in ihrem neuen Zuhause zur Verfügung stehen. Später füttere ich den kleinen Schildkröten alles das, was auch die ausgewachsenen bekommen. Beispielsweise: Gehäuse- und Nacktschnecken, getrocknete Bachflohkrebse, Tiefkühlgarnelen, Schildkrötenpudding, Stinte, Futtersticks, Wasserpest, Wasserlinsen, Froschbiss und vieles mehr. Es versteht sich von selbst, dass das Tiefkühlfutter vor dem verfüttern aufzutauen ist. Es gilt: je abwechslungsreicher der Futterplan desto besser. Gute Kalziumquellen für einen festen Panzer sind Gehäuseschnecken und Sepiaschalen. Auch wenn die kleinen Schildkröten in der ersten Zeit tierisches Futter bevorzugen, sollten immer genügend Pflanzen vorhanden sein. Besonders gern werden Wasserlinsen und Wasserpest gefressen.